1. Gehen Sie nicht ohne Harndrang auf die Toilette (z.B. vor dem Verlassen des Hauses/Wohnung): Dadurch würde die Blase zu früh entleert. Sie kann sich nicht ausreichend füllen und wird nicht ausreichend gedehnt. Wie jeder andere Muskel neigt der Blasenmuskel über kurz oder lang zum Zusammenziehen/Verkürzen. Dadurch wird das Blasenvolumen verringert – die Blase kann weniger Urin fassen. So kommt es immer früher zu starkem Harndrang.
  2. Kontrollieren Sie Ihr Blasenvolumen: Messen Sie mit Hilfe eines Messbechers die Harnmenge, die Sie z.B. beim morgendlichen Toilettengang ausscheiden. Die Urinmenge sollte bei einem Erwachsenen zwischen 350ml und 750ml betragen. Ist die Urinmenge geringer (und Sie haben das Gefühl, die Blase vollständig geleert zu haben), sollten Sie evt. probieren/trainieren, den Toilettengang hinauszuzögern, um das Blasenvolumen zu erhöhen. Haben Sie das Gefühl, dass sich Ihre Blase nicht vollständig entleert? Dann sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, der Sie zu einer urodynamischen Untersuchung überweisen kann.
  3. Häufiger, starker Harndrang ist auch eine Kopfsache. Versuchen Sie zur Unterdrückung des Harndrangs, mehrmals hintereinander die Beckenbodenmuskulatur anzuspannen und wieder zu entspannen. Dabei denken Sie möglichst an etwas ganz anderes: z.B. an Kochrezepte oder Einkaufslisten. So können Sie den Harndrang unterbrechen und haben genügend Zeit eine Toilette aufzusuchen.
  4. Bitte schicken Sie Ihre Kinder nicht "vorsichtshalber nochmal aufs Klo". Gerade bei Mädchen wird das häufig gemacht. Auf diese Art trainiert man ihnen von klein auf eine Reizblase an, da sie verlernen, auf ihren Körper zu hören.

 

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